Die ADHS-Diagnose bezeichnet das Ergebnis eines strukturierten, mehrstufigen Prozesses, bei dem eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung fachlich festgestellt oder ausgeschlossen wird. Sie basiert auf wissenschaftlichen Leitlinien und setzt sich aus klinischen Gesprächen, standardisierten Fragebögen sowie einer differentialdiagnostischen Abgrenzung zusammen. Viele Erwachsene leben jahrelang mit ADHS-Symptomen, ohne dass die Störung erkannt wird. Eine fundierte ADHS-Diagnose schafft Klarheit und bildet die Grundlage für gezielte Unterstützung.
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ADHS-Diagnostik für Erwachsene und Psychotherapie
Jetzt Termin buchenAlle Infos zu PsychotherapieAlle Infos zu PsychotherapieBestandteile einer ADHS-Diagnose
Eine ADHS-Diagnose bei Erwachsenen setzt einen klar definierten Ablauf voraus. Zunächst wird in einem ausführlichen Gespräch die aktuelle Symptomatik erfasst und in Bezug zur Lebensgeschichte gesetzt. Standardisierte Fragebögen ergänzen die subjektiven Schilderungen durch objektiv vergleichbare Daten. Eine ADHS-Diagnose kann nur gestellt werden, wenn die Symptome bereits seit der Kindheit bestehen, in mehreren Lebensbereichen auftreten und zu einer deutlichen Beeinträchtigung führen. Im Rahmen der Differentialdiagnostik müssen andere Erkrankungen wie Depression, Angststörung oder Schlafstörungen ausgeschlossen werden. Psychologische Psychotherapeuten und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sind in Deutschland berechtigt, eine ADHS-Diagnose zu stellen.
Bausteine der Diagnosestellung
- Ausführliche Eigenanamnese: Symptome, Verlauf und Auswirkungen auf Alltag und Beruf
- Kindheitsanamnese: Hinweise auf frühzeitiges Auftreten der Symptome vor dem 12. Lebensjahr
- Standardisierte Selbstbeurteilungsfragebögen (z. B. WURS-k, ADHS-SB, CAARS)
- Differentialdiagnostik: Abgrenzung von Depression, Angststörung und anderen Erkrankungen
- Fachliche Gesamtbewertung aller Befunde durch die diagnostizierende Fachperson
Ablauf und Bedeutung
Die ADHS-Diagnose bei Erwachsenen folgt in der Regel einem festgelegten Ablauf. Zunächst wird die aktuelle Symptomatik erfasst und in Bezug zur Lebensgeschichte gesetzt. Ergänzend kommen standardisierte Fragebögen zum Einsatz, die eine vergleichbare Einschätzung der Symptomstärke ermöglichen. Für viele Betroffene bedeutet eine ADHS-Diagnose eine wesentliche Erklärung für jahrelange Schwierigkeiten in Beruf, Beziehungen und Alltag. Im Raum Ulm stehen verschiedene Anlaufstellen für eine ADHS-Diagnostik zur Verfügung. Nach der Diagnosestellung werden die Ergebnisse besprochen und mögliche nächste Schritte — etwa Psychotherapie oder eine medikamentöse Behandlung durch einen Arzt — erläutert.
Kriterien für eine gesicherte Diagnose
- Symptombeginn in der Kindheit (vor dem 12. Lebensjahr gemäß DSM-5)
- Auftreten der Symptome in mindestens zwei Lebensbereichen (z. B. Beruf und Privatleben)
- Deutliche Beeinträchtigung der Alltagsfunktion durch die Symptomatik
- Ausschluss anderer Erkrankungen als alleinige Ursache der Beschwerden
- Diagnostik durch Psychologische Psychotherapeuten oder Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie
Häufige Fragen zur ADHS-Diagnose
Wer darf eine ADHS-Diagnose stellen?
Eine ADHS-Diagnose darf in Deutschland von Psychologischen Psychotherapeuten und Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie gestellt werden. Entscheidend ist, dass die diagnostizierende Fachperson über fundierte Kenntnisse in der ADHS-Diagnostik verfügt und nach aktuellen Leitlinien arbeitet.
Wie lange dauert der Prozess bis zur ADHS-Diagnose?
Die Dauer des Diagnostikprozesses variiert je nach Komplexität des Einzelfalls. In der Regel umfasst die Abklärung ein bis zwei ausführliche Gesprächstermine sowie das Ausfüllen standardisierter Fragebögen, die vorab oder zwischen den Terminen bearbeitet werden können.
Was passiert nach der ADHS-Diagnose?
Nach der Diagnosestellung werden die Ergebnisse ausführlich besprochen. Auf dieser Grundlage können verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden, etwa Psychotherapie, medikamentöse Behandlung durch einen Arzt oder eine Kombination verschiedener Ansätze. Ziel ist es, individuell passende Unterstützung zu finden.
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